13. September 2024 / Aus aller Welt

Ig-Nobelpreise: Betrunkene Würmer und Plastikpflanzen

Kuriose Forschung und viel Klamauk: Die Ig-Nobelpreise sind Kult. Auch in diesem Jahr wurde viel Skurriles ausgezeichnet - und einige Preise gingen nach Deutschland.

Auch Forschung zur Trennung von betrunkenen und nüchternen Würmern wurde ausgezeichnet.
Veröffentlicht am 13. September 2024 um 03:28 Uhr

Betrunkene Würmer, Plastikpflanzen imitierende echte Pflanzen und die Schwimmfähigkeiten einer toten Forelle: Zehn wissenschaftliche Studien, die «erst zum Lachen und dann zum Denken anregen» sollen, sind in den USA mit «Ig-Nobelpreisen» ausgezeichnet worden. Die zum 34. Mal verliehenen undotierten Spaßpreise, vergeben von einer Zeitschrift für kuriose Forschung, sollen nach Angaben der Veranstalter «das Ungewöhnliche feiern und das Fantasievolle ehren». «Ignoble» heißt auf Deutsch etwa «unehrenhaft». 

Die traditionell schrille Gala, die aufgrund der Corona-Pandemie zuletzt vier Jahre in Folge nur digital stattgefunden hatte, wurde in der Nacht zum Freitag erstmals wieder mit Publikum am Massachusetts Institute of Technology in Cambridge an der US-Ostküste zelebriert. Wissenschaftler aus den Niederlanden und Frankreich beispielsweise wurden in der Kategorie Chemie ausgezeichnet für die Benutzung von Chromatographie - einem Verfahren zur Auftrennung eines Stoffgemisches - um betrunkene und nüchterne Würmer auseinanderzudividieren. Der US-Wissenschaftler James Liao erhielt den Preis in der Kategorie Physik für die Demonstration und Erklärung der Schwimmfähigkeiten einer toten Forelle.

Einige der Preise gingen auch nach Deutschland: Die Wissenschaftler Christian Büchel, Tahmine Fadai und Lieven Schenk von der Universität Hamburg erhielten die Auszeichnung in der Kategorie Medizin für die Demonstration davon, dass falsche Medizin mit schmerzhaften Nebenwirkungen effektiver sein kann als falsche Medizin ohne schmerzhafte Nebenwirkungen. Der US-Wissenschaftler Jacob White und sein an der Universität Bonn arbeitender brasilianischer Kollege Felipe Yamashita wurden in der Kategorie Botanik ausgezeichnet für die Entdeckung von Beweisen dafür, dass einige echte Pflanzen die Formen von benachbarten Plastikpflanzen imitieren. 

 

 

 


Bildnachweis: © Steven Senne/AP/dpa
Copyright 2024, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Silvester in Stuttgart
Stuttgart - Online

Noch keine Pläne für den Jahreswechsel? Kein Problem, Silvester in Stuttgart bietet jede Menge Möglichkeiten: Events, festliche Menüs, Kultu

weiterlesen...
Umbruch – Nachtschicht denkt Zukunft neu
Veranstaltungen

Zwischen Krise und Chance: Die Nachtschicht startet mit Maja Göpel und starken Stimmen in eine neue Reihe zum Thema Umbruch.

weiterlesen...
Wie fahren Bus und Bahn an Silvester und Neujahr?
Aus den Stadtteilen

SSB Fahrpläne an Silvester und Neujahr jetzt über die Fahrplanauskunft abrufbar

weiterlesen...

Neueste Artikel

Polizei in Baden-Württemberg führt präventive Gespräche mit rechtsextremistischen Gruppen
Inside-News

Gezielte Ansprachen sollen Rückkehr in ein gesetzestreues Leben erleichtern und Extremismus vorbeugen.

weiterlesen...
Sparkassen-Einbruch: Polizei vernimmt Tausende Opfer
Aus aller Welt

Nach dem Millionen-Coup von Gelsenkirchen will die Polizei ab Montag mehr als 3.000 Sparkassen-Kunden befragen. Das wird Wochen dauern. Es wurden extra Büros angemietet.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Sparkassen-Einbruch: Polizei vernimmt Tausende Opfer
Aus aller Welt

Nach dem Millionen-Coup von Gelsenkirchen will die Polizei ab Montag mehr als 3.000 Sparkassen-Kunden befragen. Das wird Wochen dauern. Es wurden extra Büros angemietet.

weiterlesen...
Auch ein Top-Räuber fängt klein an: T. rex war Spätzünder
Aus aller Welt

Bei jedem Schritt eines T. rex bebte der Boden – zumindest, wenn er ausgewachsen war. Bis dahin dauerte es aber wohl erstaunlich lange. Auch das wiederum hatte seine Vorteile.

weiterlesen...