9. Juni 2025 / Aus aller Welt

ICE-Fahrgäste warten stundenlang in defektem Zug

Ein Ast auf den Schienen stoppt am Montag in Köln einen ICE. Die Passagiere brauchen viel Geduld, bis sie den Zug verlassen können. Für einige ist es erst nach über fünf Stunden so weit.

Viel Geduld mussten Fahrgäste eines liegengebliebenen ICEs haben, der am Montag in Köln strandete: Die letzten Fahrgäste konnten den Zug erst nach fünf Stunden und 20 Minuten verlassen.
Veröffentlicht am 9. Juni 2025 um 17:51 Uhr

Teilweise mehr als fünf Stunden lang haben am Montag rund 230 Fahrgäste bei Köln in einem liegengebliebenen ICE ausharren müssen. Erst nach etwa 320 Minuten hätten alle Fahrgäste den Zug verlassen, sagte ein Bahnsprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Nach seinen Angaben waren einige Reisende über die lange Wartezeit so aufgebracht, dass die Polizei gerufen wurde. Vor Ort konnte die Bundespolizei laut einem Sprecher keine strafbaren Handlungen feststellen.

Grund für den Stopp auf freier Strecke gegen 8.30 Uhr war ein Lokschaden, nachdem der Zug gegen einen schweren Ast auf den Schienen gefahren war. Der ICE 527 befand sich auf dem Weg von Dortmund nach München.

Evakuierung mit zweitem Zug und Trittleitern

Grund für die lange Wartezeit war nach Angaben einer Bahnsprecherin die schlechte Zugänglichkeit des liegengebliebenen Zuges. So wurden die Passagiere aus dem ersten Zugteil mit Hilfe eines parallel gestellten Zuges und speziellen Brücken aus dem havarierten ICE geleitet. Hier begann die Evakuierung gegen 12.12 Uhr, also knapp vier Stunden nach dem Stopp. 

Bei dem anderen Zugteil half die Feuerwehr Köln mit Trittleitern. Weil erst die Böschung freigeschnitten werden musste, begann dort die Evakuierung erst gegen 12.55 Uhr, rund viereinhalb Stunden nach dem Stopp. Diese Passagiere konnten anschließend mit bereitgestellten Bussen zum Kölner Hauptbahnhof fahren. Über Verletzte wurde nichts bekannt.

Der sonstige Zugverkehr sei durch den liegengebliebenen ICE nicht groß beeinträchtigt worden, sagte der Bahnsprecher. Er habe sich auf einem Gleis befunden, das nicht so oft befahren werde.

Die Bahn bat die Reisenden um Entschuldigung.


Bildnachweis: © Daniel Evers/dpa
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