15. Mai 2025 / Aus aller Welt

Haiangriff in Südaustralien: Mann schwer am Bein verletzt

Unweit vom Ufer wird ein Mann in Südaustralien von einem Hai attackiert. Er lebt, ist aber in kritischem Zustand. Es war nicht der erste Angriff in diesem Jahr. Sind giftige Algen schuld?

Die Gewässer rund um Australien sind berühmt-berüchtigt: Es kommt immer wieder zu Haiangriffen auf Schwimmer und Surfer. (Symbolbild)
Veröffentlicht am 15. Mai 2025 um 09:18 Uhr

An der australischen Südküste ist ein Mann beim morgendlichen Schwimmen von einem Hai attackiert und schwer am Bein verletzt worden. Der Raubfisch habe sein Opfer vor der Küste von Port Noarlunga nahe der Stadt Adelaide in der Nähe des Anlegestegs angegriffen, berichteten australische Medien unter Berufung auf die Einsatzkräfte. 

Der Mann, der um die 40 Jahre alt sein soll, erlitt eine schwere Wunde am Oberschenkel und ist in kritischem Zustand. Notärzte versorgten ihn am Strand, bevor er in ein Krankenhaus gebracht wurde. Um welche Art von Hai es sich handelte, war zunächst nicht bekannt.

Beliebtes Riff 

Andere Badegäste seien umgehend aufgefordert worden, aus dem Wasser zu kommen und das Meer vorerst zu meiden, berichtete der Sender ABC. Port Noarlunga ist auch bei Schnorchlern und Tauchern beliebt. In dem vorgelagerten Meeresschutzgebiet liegt ein Riff mit vielfältiger Unterwasserwelt. Zuletzt war es hier Medien zufolge im Jahr 2023 zu einem Haiangriff gekommen. Damals wurde eine 32-Jährige in den Kopf gebissen.

«Wir reden uns ein, dass die Haie nicht ins Riff rein schwimmen, aber es klingt so, als müssten wir uns eine neue Geschichte einfallen lassen», sagte der Anwohner Bob Newman zu ABC. Nach eigenen Angaben war er gerade erst im Meer geschwommen und unter der Dusche gewesen, als er die Sirenen der Rettungswagen hörte. Er habe mehrere Einsatzfahrzeuge gesehen, erzählte er.

«Horrorfilm für Fische»

Forscher fragen sich, ob Haie auch wegen einer massiven Mikroalgenblüte, die seit März in der Region beobachtet wird, in Richtung flacherer Gewässer getrieben werden. Verantwortlich sind den Behörden zufolge wahrscheinlich extrem hohe Wassertemperaturen.

Berichten zufolge sind im Bundesstaat South Australia schon unzählige Fische verendet, darunter auch Haie. Der Meeresexperte Brad Martin sagte dem australischen «Guardian», die giftige Alge Karenia mikimotoi sei wie ein «Horrorfilm für Fische» - und könne bei diesen auch zu ungewöhnlichem Verhalten führen.

Toter Surfer im Januar

Anfang des Monats hatten Behörden einen toten Weißen Hai am Henley Beach entdeckt. Im April wurden zwei weitere verendete Haie in Port Willunga und Port Moorowie gefunden. Die Todesursache wird noch untersucht.

In Südaustralien war zuletzt Anfang Januar ein junger Surfer tödlich von einem Hai verletzt worden. Das Surfbrett wurde kurze Zeit später vor dem Granites Beach - 700 Kilometer von Adelaide - von einem Helfer auf einem Jetski geborgen. Von dem 28-jährigen Opfer fehlte aber jede Spur. Der Mann wurde später für tot erklärt.


Bildnachweis: © Rebecca Le May/AAP/dpa
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