30. August 2025 / Aus aller Welt

Große Anteilnahme nach Tod von 16-Jähriger am Bahnsteig

Der Tod einer 16-Jährigen an einem Bahnsteig löst eine Welle der Solidarität aus. Nun gibt es eine Wendung in dem Fall. Das sagt ihr Umfeld dazu.

Nach dem Tod der 16-Jährigen ist die Anteilnahme groß.
Veröffentlicht am 30. August 2025 um 12:33 Uhr

Dass der Tod einer 16-Jährigen am Bahnhof Friedland mutmaßlich durch einen Stoß gegen einen Zug verursacht wurde, kommt für ihr Umfeld nicht überraschend. «Das war immer ein vorsichtiges Mädchen», sagte Markus Janitzki (CDU), der Deutschen Presse-Agentur. Er ist Bürgermeister der Gemeinde Geisleden in Thüringen, wo die Familie zeitweise gewohnt hatte. Die Eltern hätten früh vermutet, dass es kein Unfall gewesen sein könne. «Die Empörung und die Wut ist jetzt natürlich sehr groß.»

Das Mädchen war am 11. August gestorben. Zunächst war die Polizei von einem Unglück ausgegangen. Am Freitag wurde aber bekannt, dass ein 31-jähriger Iraker verdächtigt wird, die Jugendliche gegen einen Güterzug gestoßen zu haben. Es seien DNA-Spuren des Mannes an der Schulter des Opfers gefunden worden, hieß es von der Staatsanwaltschaft Göttingen. Der Mann sei per Unterbringungsbefehl in einer psychiatrischen Klinik untergebracht worden.

Große Solidarität nach Spendenaufrufen

Schon vor dieser Wendung seien zwei Spendenaufrufe für die Bestattungskosten der Familie veröffentlicht worden, sagte Janitzki weiter, der nach eigenen Angaben in engem Kontakt mit der Familie steht. Inzwischen seien dort rund 14.000 Euro eingegangen. «Die Anteilnahme war sehr groß.» Es sei viel online gespendet worden, viele ältere Menschen hätten auch persönlich Geld im Rathaus von Geisleden abgegeben. Am Bahnhof in Friedland erinnern Blumen und Kerzen an die 16-Jährige.

Die aus der Ukraine geflohene Familie sei im August 2022 in der Gemeinde im Landkreis Eichsfeld angekommen und habe dort bis Ende November desselben Jahres gewohnt, sagte Janitzki weiter. Später sei sie ins nahe Heilbad Heiligenstadt gezogen. Von dort sei die 16-Jährige zuletzt täglich zu ihrer Ausbildungsstätte nach Friedland gependelt. Das liegt im äußersten Süden Niedersachsens in der Nähe der Landesgrenzen zu Hessen und Thüringen.


Bildnachweis: © Swen Pförtner/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Wenn es auf dem Wasen um die Wurst geht: Familie Weeber bringt Tradition an den Neckar
Boris Mönnich für Stuttgart

Von der Schiffschaukel zur Wurstbude: Die Schaustellerfamilie Weeber verbindet Wasen-Tradition mit mobiler Gastronomie und dem Uferstüble.

weiterlesen...
Wasenpirsch 2026: 600 Gäste feiern auf dem Wasen und sammeln für das Kinderhospiz
Boris Mönnich für Stuttgart

Bei der 14. Wasenpirsch trafen sich rund 600 Gäste in Wilhelmers SchwabenWelt. Gefeiert wurde für einen guten Zweck.

weiterlesen...
Staatsoper Stuttgart startet mit Lucia di Lammermoor
Kultur

Titelheldin Lucia - US-Girl Chelsea Lehnea - überragend

weiterlesen...

Neueste Artikel

Hype um ein Fohlen - für 75.000 Euro nach Dubai
Aus aller Welt

So ein Pferd sieht man selten: Ein Fohlen aus Brandenburg hat mit seiner besonderen Zeichnung einen kleinen Hype ausgelöst - und kostet viel Geld.

weiterlesen...
Mutmaßliche Schüsse in Bielefeld – mehrere Verletzte
Aus aller Welt

Am Abend wird die Polizei über mögliche Schüsse an einem Parkplatz in Bielefeld informiert. Es gibt mehrere Verletzte. Was genau geschah, ist auch Stunden danach noch unklar.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Hype um ein Fohlen - für 75.000 Euro nach Dubai
Aus aller Welt

So ein Pferd sieht man selten: Ein Fohlen aus Brandenburg hat mit seiner besonderen Zeichnung einen kleinen Hype ausgelöst - und kostet viel Geld.

weiterlesen...
Mutmaßliche Schüsse in Bielefeld – mehrere Verletzte
Aus aller Welt

Am Abend wird die Polizei über mögliche Schüsse an einem Parkplatz in Bielefeld informiert. Es gibt mehrere Verletzte. Was genau geschah, ist auch Stunden danach noch unklar.

weiterlesen...