27. Dezember 2025 / Aus aller Welt

Gebiet in Dolomiten limitiert Skipässe - gegen volle Pisten

Spektakuläre Landschaft, gigantische Pisten - Fluch und Segen zugleich: Das Skigebiet von Madonna di Campiglio greift erstmals zu einem neuen Mittel gegen Überfüllung.

Der Wintersportort Madonna die Campiglio begenzt erstmals die Zahl der Tagesskipässe. (Symbolbild)
Veröffentlicht am 27. Dezember 2025 um 04:30 Uhr

Das Skigebiet von Madonna di Campiglio in den Dolomiten begrenzt erstmals zeitweise die Zahl der Skifahrer und reagiert damit auf übervolle Pisten. Nicht mehr als 15.000 Tages-Skipässe wollen die Liftbetreiber in der Hauptferienwoche vom 28. Dezember bis zum 5. Januar herausgeben, wie Alice Ravanelli, Sprecherin der Bergbahnen erläutert. Es sei ein Versuch - und das Skigebiet sei das Erste mindestens in Italien, das eine solche Begrenzung ausprobiere. 

Die Regel gilt nur für Tages- und Stundenskipässe, nicht aber für Besitzer von Saison-Pässen und Skipässen für zwei Tage und mehr. Wer sichergehen wolle, könne den Tages-Skipass auch vorab kaufen. Zudem gibt es eine flexible Liftkarte, die - wenn sie aktiviert ist - automatisch über die Kreditkarte abrechnet. Auch diese sei nicht betroffen. 

Mehr Platz auf der Piste 

«Wir wollten mehr Platz auf den Pisten garantieren», sagte Ravanelli. Gäste zahlten für Unterkunft und Skipass. «Die Leute geben so viel Geld aus. Wir wollen, dass es dafür einen perfekten Service gibt.» Es gebe viele Anrufe von Gästen wegen der Neuregelung - die meisten seien sehr zufrieden.

Sofern sich die Maßnahme bewähre, wolle man sie an Fasching wiederholen. Dann wird erneut ein Ansturm von Skifahrern erwartet.

Das riesige Skigebiet von Madonna di Campiglio liegt in spektakulärer Landschaft mit Blick auf das Bergmassiv Brenta. Es bietet - sofern alle Pisten offen sind - 155 Pistenkilometern Piste und fast 60 Seilbahnen und Lifte. Noch liegt wenig Schnee, aber fast alle Pisten seien schon offen. Man hoffe nun auf Neuschnee. Mit den gesunkenen Temperaturen kann außerdem Kunstschnee produziert werden.


Bildnachweis: © Angelika Warmuth/dpa
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