4. Februar 2026 / Aus aller Welt

Ex-Prinz Andrew aus der Royal Lodge ausgezogen

Wenige Tage nach der Veröffentlichung neuer Epstein-Dokumente zieht der frühere Prinz aus dem herrschaftlichen Anwesen auf dem Windsor-Gelände aus. Der Schritt erfolgt alles andere als freiwillig.

Ex-Prinz Andrew ist übereinstimmenden Berichten zufolge ausgezogen. (Archivbild)
Veröffentlicht am 4. Februar 2026 um 12:55 Uhr

Der im Epstein-Skandal tief gefallene frühere britische Prinz Andrew (65) ist aus dem royalen Anwesen auf dem Gelände von Schloss Windsor ausgezogen. Das berichteten britische Medien übereinstimmend. Der Bruder von König Charles III. (77), der wegen seiner Verbindung zu Sexualstraftäter Jeffrey Epstein alle Ehren und Titel hatte abgeben müssen, ist demnach aus der Royal Lodge in ein Haus auf dem Landsitz Sandringham gezogen.

Es soll es sich zunächst um eine temporäre Bleibe handeln - der endgültige Umzug soll im April erfolgen. Freiwillig ist Andrew nicht ausgezogen, die Maßnahme hatte Charles III. bereits im Oktober praktisch angeordnet. In der herrschaftlichen Royal Lodge hatte Andrew über 20 Jahre lang gelebt. Die BBC veröffentlichte Fotos, die am Montag aufgenommen worden sein sollen und den 65-Jährigen beim Reiten im Windsor-Park zeigen.

Andrews Rolle in den Epstein-Akten

Der Ex-Prinz, der als Bürgerlicher nur noch Andrew Mountbatten-Windsor heißt, war auch in den jüngst veröffentlichten Dokumenten aus den Epstein-Akten prominent aufgetaucht. Epstein hatte über Jahre einen Missbrauchsring betrieben, dem Mädchen und junge Frauen zum Opfer fielen. 2019 starb er in Haft. Andrew wies die Vorwürfe, in die Machenschaften verwickelt und sich selbst des sexuellen Missbrauchs schuldig gemacht zu haben, immer zurück.

Die Auswertung der jüngsten Dokumente insbesondere durch britische Medien dauert weiter an. Berichtet wird unter anderem über Fotos, die von Andrew in Verbindung mit Epstein aufgenommen wurden, sowie mutmaßliche E-Mail-Verläufe zwischen beiden. Andrew kommentierte diese bislang nicht. Nur die Nennung in den Epstein-Akten bedeutet nicht, dass ein Fehlverhalten vorliegt.

Die inzwischen gestorbene US-Amerikanerin Virginia Giuffre hatte einst eine Zivilklage gegen Andrew angestrebt. Sie warf ihm vor, sie mehrfach sexuell missbraucht zu haben, unter anderem als Minderjährige im Jahr 2001 in London. Die Klage endete in einem Vergleich.

Auch Andrews Ex-Frau, Sarah «Fergie» Ferguson, taucht prominent in den Akten auf. Die Dokumente verstärken den Eindruck der sehr freundschaftlichen Beziehungen zu Epstein. Auch Ferguson hatte ihren Titel als Herzogin von York, den sie nach der Scheidung hatte behalten dürfen, abgeben müssen.


Bildnachweis: © Aaron Chown/PA Wire/dpa
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