30. September 2025 / Aus aller Welt

Ex-Hurrikan Gabrielle setzt Teile Spaniens unter Wasser

Ein Ex-Hurrikan zieht über den Atlantik und löst in Spanien kurz vor dem ersten Jahrestag des Jahrhundert-Unwetters große Sorgen aus. Es gibt Chaos, aber eine Neuauflage der Katastrophe bleibt aus.

Ein Ex-Hurrikan zog über den Atlantik und setzte Teile Spaniens unter Wasser.
Veröffentlicht am 30. September 2025 um 14:55 Uhr

Heftige Regenfälle haben zahlreiche Straßen der Mittelmeerregion Spaniens in reißende Flüsse verwandelt. Auf Videos in den sozialen Netzwerken ist zu sehen, wie Autos in der Region Valencia sowie auch auf Ibiza von den Wassermassen mitgerissen werden. Am schlimmsten war die Lage auf der Baleareninsel, wo die Ausläufer des Ex-Hurrikans Gabrielle für sehr viele überflutete Straßen, Garagen, Häuser und Keller sorgten.

Auf Ibiza und auch auf der Nachbarinsel Formentera galt am Dienstag noch bis 16.00 Uhr die höchste Warnstufe Rot des Wetterdienstes Aemet. Der Regen habe erhebliche Schäden verursacht, berichtete die Zeitung «Diario de Ibiza».

Wegen verschiedener Notfälle musste die Feuerwehr allein am Vormittag mehr als zwanzig Einsätze fahren. Sie rettete unter anderem Menschen, die in Autos und Wohnungen eingeschlossen waren, wie die Zeitung «El País» und weitere Medien berichteten. Mehrere Straßen wurden gesperrt, darunter die Zufahrt zum Flughafen sowie der erste Ring um Ibiza-Stadt.

Große Angst ein knappes Jahr nach dem «Jahrhundert-Unwetter»

In der Nähe des Flughafens fielen nach Angaben von Aemet binnen Stunden 74 Liter pro Quadratmeter. Stromausfälle und umgestürzte Bäume verschärften die Lage. In vielen Bezirken fiel der Unterricht aus. Auch auf Mallorca kam es zu Überschwemmungen. Betroffen war nach Medienberichten vor allem der nördliche Teil des Tramuntana-Gebirges im Norden der Insel.

Bereits am Montag hatte die Region Valencia unter Hagel, Sturmböen und heftigen Regenfällen gelitten. Knapp ein Jahr nach dem verheerenden Jahrhundert-Unwetter vom 29. Oktober 2024, das fast 230 Menschenleben gefordert hatte, war die Sorge vor einer neuen Katastrophe in der Region groß gewesen. Die Auswirkungen hielten sich diesmal allerdings in Grenzen.


Bildnachweis: © Rober Solsona/Europapress/dpa
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