11. Juni 2025 / Aus aller Welt

Erdbeermond am Nachthimmel über Deutschland

Der Vollmond im Juni wird Erdbeermond genannt. Auch wenn er zurzeit recht weit von der Erde entfernt ist, erscheint er kurz nach dem Aufgehen besonders groß. Dafür gibt es einen konkreten Grund.

Wetteraussichten beim Erdbeermond sind gut.
Veröffentlicht am 11. Juni 2025 um 12:58 Uhr

Mit dem Junivollmond steht am Mittwoch ein sogenannter Erdbeermond über Deutschland. Wenn das Wetter mitspiele, werde der Erdbegleiter vermutlich ein wenig blassrot am Nachthimmel erscheinen, sagte Michael Passarge vom Freundeskreis der Himmelskunde im osthessischen Bad Salzschlirf. 

Die spezielle Bezeichnung für den Juni-Vollmond stamme jedoch nicht von der Färbung, sondern von der Erntezeit für Erdbeeren in diesem Monat. «Der Erdbeermond ist die alte volkstümliche Bezeichnung für den Vollmond im Juni», sagte auch der Vorsitzende der Vereinigung der Sternfreunde mit Sitz im südhessischen Bensheim, Uwe Pilz.

Gute Chancen auf freie Sicht

«Über Bad Salzschlirf zeigt er sich um 22.43 Uhr», sagte Passarge. Die genaue Zeit, wann der Mond aufgeht, variiere innerhalb Deutschlands - im Osten etwas früher, im Westen etwas später. Und die Chancen, den Erdtrabanten wirklich sehen zu können, stehen nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) gut. «Das sieht für weite Teile des Deutschlands gut aus», sagte ein Sprecher. An der Nordsee könnten zeitweise Wolken die Sicht verdecken und im Nordosten könne es Schleierwolken geben. Dort dürfte der Mond aber dennoch zu sehen sein.

Der Erdbegleiter sei am Mittwochabend noch etwa 398.000 Kilometer von unserem Planeten entfernt, sagte Passarge. «Er ist gar nicht so nah dran.» Kurz nach dem Aufgehen wirke er generell größer als wenn er hoch am Himmel stehe. «Das ist aber eine optische Täuschung», sagte Passarge. Der Grund dafür: Wenn der Mond knapp über dem Horizont steht, gebe es Vergleichsmöglichkeiten zum Beispiel mit Bäumen oder Gebäuden.

Keine kreisrunde Bahn um die Erde

Der Mond ist dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) zufolge im Mittel grob 400.000 Kilometer von der Erde entfernt. Allerdings ändere sich die Entfernung, da der Trabant keine kreisrunde Bahn um den Planeten durchläuft. Die Entfernung schwanke zwischen rund 360.000 und 405.000 Kilometern.

«Warum die Bahn nicht perfekt kreisförmig ist, hat viele Gründe», heißt es auf der DLR-Homepage. Dabei spielten die Anziehungskraft der Sonne, die Kräfte zwischen Mond und Erde, aber auch die unterschiedliche Masseverteilung im Erdinneren eine Rolle.


Bildnachweis: © Philipp von Ditfurth/dpa
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