Obwohl es auf der griechischen Ferieninsel Santorini weiterhin bebt, kehren immer mehr Bewohner zurück, die das Eiland aus Sicherheitsgründen verlassen hatten. Die Intensität des seit fast zwei Monaten andauernden Erdbebenschwarms hat nachgelassen. Zwar bebt es teils immer noch mehrfach pro Stunde, allerdings handelt es sich mittlerweile um schwache Beben, die kaum noch zu spüren sind, wie auch die Daten des Geodynamischen Instituts Athen zeigen. Die Schulen auf der Insel sind mittlerweile wieder geöffnet. Die Erdbebenserie habe in Stärke und Sequenz so nachgelassen, dass es keinen Sinn ergebe, die Schulen geschlossen zu halten, sagte Seismologe Kostas Papazachos gegenüber dem Sender ERTNews. Die Schüler wüssten, wie sie sich bei Erdbeben verhalten sollten - so wie in ganz Griechenland. Entwarnung geben Papazachos und seine Kollegen jedoch nicht. Sowohl ein erneuter stärkerer Erdbebenschwarm als auch ein Abklingen des Phänomens seien möglich. Die Beben könnten noch Monate andauern. Ein großes Hauptbeben, dass oft Entspannung in eine seismisch aktive Region bringt, fand auf Santorini bisher nicht statt - auch diese Entwicklung schließen die Experten nicht aus. Entsprechend sorgen sich die Santoriner weiterhin um die diesjährige Tourismussaison. Aus dem griechischen Tourismusministerium heißt es, die internationalen großen Kreuzfahrtveranstalter hätten noch nicht beschlossen, ob Santorini wieder in das diesjährige Programm aufgenommen werde oder nicht. Die ersten Schiffe der Saison hatten wegen der Erdbeben bereits im Februar einen Bogen um die Insel gemacht und stattdessen andere Ziele wie etwa die Insel Kreta angesteuert. Beim Hotelverband Santorini ist die Rede von einem Rückgang der Reservierungen, manche griechische Medien berichten von einem Drittel weniger Buchungen im Vergleich zum Februar 2024. Das deutsche Auswärtige Amt warnt weiterhin in seinen Reise- und Sicherheitshinweisen, dass von nicht notwendigen Reisen nach Santorini sowie den nahegelegenen Eilanden Amorgos, Anafi und Ios abgeraten werde.Tourismussaison gefährdet
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Erdbebenserie: Vorsichtige Normalität auf Santorini
Langsam kehren die Menschen auf die Insel zurück, auch die Schulen sind wieder geöffnet. Die Erde bebt weiter, allerdings nicht mehr so stark. Entwarnung geben die Experten nicht.
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