Eine spanische Touristin ist in Thailand von einem Elefanten angegriffen und tödlich verletzt worden. Das Unglück ereignete sich in einem speziell für Urlauber eingerichteten Elefantencamp auf der Insel Koh Yao Yai im Süden des Landes, wie thailändische und spanische Medien unter Berufung auf die Polizei berichteten. Für viele Thailand-Fans ist eine hautnahe Begegnung mit den Dickhäutern ein Höhepunkt ihrer Reise. Das Tier habe die 22-jährige Studentin am Freitag vor den Augen ihres Partners attackiert, als das Paar zusammen mit anderen Urlaubern die Elefanten in einem Gewässer gewaschen und abgeschrubbt habe, hieß es. Das gemeinsame Baden mit den Tieren in Flüssen oder Tümpeln ist eine der Attraktionen in solchen Camps. Die Zeitung «El Mundo» schrieb unter Berufung auf den Eigentümer, dass das «Koh Yao Elephant Care Centre» nach dem tragischen Vorfall vorübergehend geschlossen worden sei. Die Webseite war ebenfalls außer Betrieb. Der Elefant habe wahrscheinlich wegen der ständigen Interaktionen mit Touristen unter großem Stress gestanden, zitierte die Nachrichtenseite «The Thaiger» Tierschützer. Viele der Elefanten leben isoliert und fern ihres natürlichen Lebensraums - und werden zudem ständig zu für sie unnatürlichen Handlungen gezwungen. Tausende domestizierte Elefanten leben in Thailand mit ihren Mahouts (Elefantenführern) zusammen. In den vergangenen Jahren hat die viel kritisierte Ausbeutung der Tiere für touristische Reittouren stark nachgelassen. Seither bieten zahlreiche Elefantencamps, die zumeist als Auffangstationen für gerettete Tiere angepriesen werden, hautnahe, vermeintlich tierfreundliche Begegnungen mit Thailands Nationaltier an. In den meisten solcher Zentren gilt ein gemeinsames Bad mit Elefanten als Höhepunkt des Besuchs. Dabei dürfen die Gäste die Haut der Elefanten unter anderem mit Schlamm abschrubben.Großer Stress für die Tiere
Bildnachweis: © Carola Frentzen/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Elefant tötet in Thailand spanische Touristin
Das Baden mit Elefanten gilt in Thailand als Touristenattraktion. Was so idyllisch wirkt, ist aber gefährlich - und kostet nun eine Studentin das Leben. Die Kritik an Camps dieser Art wächst.
Meistgelesene Artikel
Neuer Antrag prüft Abend-Parken nach Düsseldorfer Vorbild – mehr Stellplätze ohne Neubau und weniger Druck in Wohngebieten.
Spaziergängerin entdeckt Rauch – Feuerwehr verhindert Schlimmeres am steilen Hang in Rohracker.
- 26. April 2026
Stuttgart tritt in die Pedale: Neues Radverkehrskonzept geht in die Bürgerbeteiligung
Stuttgart lädt zur Beteiligung: Bürger können das neue Radverkehrskonzept aktiv mitgestalten.
Neueste Artikel
- 14. Mai 2026
Mindestens 89 Tote durch Unwetter im Norden Indiens
In Uttar Pradesh fegt ein Unwetter alles weg: Menschen sterben, Häuser stürzen ein, Tiere verenden. Ein Video zeigt, wie ein Mann vom Sturm durch die Luft gewirbelt wird.
- 14. Mai 2026
Großbrand in japanischer Werft
Riesige Rauchwolken steigen über der Stadt Kure auf: Nach einem Brand auf einer Abwrackwerft müssen mehr als 350 Haushalten evakuiert werden. Die Löscharbeiten sind weiterhin im Gange.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 14. Mai 2026
Mindestens 89 Tote durch Unwetter im Norden Indiens
In Uttar Pradesh fegt ein Unwetter alles weg: Menschen sterben, Häuser stürzen ein, Tiere verenden. Ein Video zeigt, wie ein Mann vom Sturm durch die Luft gewirbelt wird.
- 14. Mai 2026
Großbrand in japanischer Werft
Riesige Rauchwolken steigen über der Stadt Kure auf: Nach einem Brand auf einer Abwrackwerft müssen mehr als 350 Haushalten evakuiert werden. Die Löscharbeiten sind weiterhin im Gange.

