Der Drogenbeauftragte der Bundesregierung Hendrik Streeck warnt vor zu viel Alkohol bei Feiern zum Jahreswechsel. «Mein Appell ist einfach: Kenne dein Limit», sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Für viele Menschen gehöre Feiern mit Alkohol zu Silvester dazu. «Dabei wird häufig unterschätzt, dass Alkohol kein harmloser Begleiter ist, sondern ein Zellgift, das Unfälle, Gewalt und medizinische Notfälle begünstigt – gerade in Kombination mit Feuerwerk, Kälte und großen Menschenmengen.» Mit Blick auf Silvester sagte er, bewusst zu feiern, Maß zu halten und auch einmal Nein sagen stehe nicht im Widerspruch zu einem schönen Abend. Insgesamt werde die Gefahr von Alkohol oft verharmlost, weil er gesellschaftlich akzeptiert und jederzeit verfügbar sei, sagte Streeck. «Aus medizinischer Sicht wissen wir jedoch, dass schon geringe Mengen Risiken erhöhen – insbesondere für junge Menschen.» Der Bundesrat hatte sich im September für ein Ende des «begleiteten» Alkohol-Trinkens für Jugendliche ab 14 Jahren ausgesprochen. Die Länderkammer forderte die Bundesregierung in einer Entschließung auf, eine bestehende gesetzliche Ausnahme zu streichen. Jugendliche dürfen regulär ab 16 Jahren Bier, Wein und Sekt kaufen und trinken. In Begleitung einer «sorgeberechtigten Person» ist es aber schon ab 14 Jahren erlaubt. «Ob Alkohol schwerer zugänglich gemacht werden sollte, ist eine politische Frage, für die es Mehrheiten braucht», sagte Streeck. «Klar ist aber: Weniger Verfügbarkeit und klare Regeln senken nachweislich den Konsum.» Es gehe am Ende jedoch nicht um Verbote, sondern um Verantwortung.Streeck: Verantwortung statt Verbote
Bildnachweis: © Michael Kappeler/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Drogenbeauftragter Streeck zu Silvester: «Kenne dein Limit»
Alkohol gehört bei Feiern zum Jahreswechsel bei vielen dazu. Der Bundesdrogenbeauftragte hat einen dringenden Appell.
Meistgelesene Artikel
- 30. Januar 2026
31-Jährige tot in Wohnung gefunden – Bekannter in Haft
Nach Vermisstenmeldung findet Polizei in Stuttgart-Nord eine 31-Jährige tot in Wohnung. Ein 32-jähriger Bekannter sitzt in Haft.
„Kölsche Lebenslust erobert Stuttgart: 600 Narren, Mitsing-Karneval und Kölsch satt – das Mash wird zur Altstadtkneipe.“
Stuttgart PRIDE feiert 25 Jahre IG CSD e.V., stellt das Motto 2026 vor und setzt ein klares Zeichen für Zusammenhalt und Vielfalt.
Neueste Artikel
- 10. Februar 2026
Studie: Klimawandel könnte Weideflächen bis 2100 halbieren
Rund ein Drittel der Landoberfläche ist Weideland - etwa für Rinder, Schafe oder Ziegen. Doch mit dem Klimawandel könnte sich das bis zum Jahr 2100 drastisch ändern. Besonders betroffen wäre Afrika.
- 10. Februar 2026
Dobrindt und Prien stellen Studie zu Gewalt vor
Die Bundesregierung veröffentlicht eine Studie, die Gewalt in verschiedenen Lebensbereichen beleuchtet – und dabei nicht nur Frauen in den Fokus rückt.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 10. Februar 2026
Studie: Klimawandel könnte Weideflächen bis 2100 halbieren
Rund ein Drittel der Landoberfläche ist Weideland - etwa für Rinder, Schafe oder Ziegen. Doch mit dem Klimawandel könnte sich das bis zum Jahr 2100 drastisch ändern. Besonders betroffen wäre Afrika.
- 10. Februar 2026
Dobrindt und Prien stellen Studie zu Gewalt vor
Die Bundesregierung veröffentlicht eine Studie, die Gewalt in verschiedenen Lebensbereichen beleuchtet – und dabei nicht nur Frauen in den Fokus rückt.

