Ermittlungsbehörden haben in Polen ein Callcenter für Schockanrufe zerschlagen. Wie die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main berichtete, stellten deutsche und polnische Ermittler zwei Verdächtige auf frischer Tat. Zwei deutsche Staatsangehörige im Alter von 26 und 28 Jahren wurden am vergangenen Donnerstag in der polnischen Stadt Bydgoszcz festgenommen. Ihnen wird bandenmäßiger Betrug vorgeworfen. Während der Festnahme versuchten die Anrufer gerade, ein Opfer aus der Region Tübingen (Baden-Württemberg) mit einem Schockanruf unter Druck zu setzen. Bei dem Callcenter soll es sich laut Generalstaatsanwaltschaft «um den organisatorischen Mittelpunkt der kriminellen Organisation handeln, von dem die mutmaßlichen Täter arbeitsteilig und systematisch Kontakt zu potenziellen Opfern aufgenommen haben sollen, um betrügerische Schockszenarien vorzutäuschen». Die Tatverdächtigen sollen in zehn Fällen Kontakt zu überwiegend älteren Menschen in Deutschland aufgenommen haben. Sie sollen sich ihnen gegenüber als Polizeibeamte oder Staatsanwälte ausgegeben haben. Die Masche ist bekannt: Die Anrufer täuschen die Notlage eines nahen Angehörigen vor. Sie machen den Senioren weis, einem nahen Angehörigen drohe die Inhaftierung. Um das abzuwenden, sollen die Opfer Geldsummen im fünfstelligen Bereich zahlen oder Wertgegenstände wie Goldschmuck übergeben.Bekannte Masche
Bildnachweis: © Sebastian Gollnow/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Callcenter für Schockanrufe zerschlagen
Zwei Deutsche werden in Polen festgenommen. Als die Polizei kommt, sind sie gerade dabei, ein Opfer aus Baden-Württemberg auszunehmen.
Meistgelesene Artikel
- 30. Januar 2026
31-Jährige tot in Wohnung gefunden – Bekannter in Haft
Nach Vermisstenmeldung findet Polizei in Stuttgart-Nord eine 31-Jährige tot in Wohnung. Ein 32-jähriger Bekannter sitzt in Haft.
„Kölsche Lebenslust erobert Stuttgart: 600 Narren, Mitsing-Karneval und Kölsch satt – das Mash wird zur Altstadtkneipe.“
Stuttgart PRIDE feiert 25 Jahre IG CSD e.V., stellt das Motto 2026 vor und setzt ein klares Zeichen für Zusammenhalt und Vielfalt.
Neueste Artikel
- 11. Februar 2026
Vorwurf Polizistenmord: Prozess beginnt emotional
Im vergangenen Sommer wird ein Polizist bei einem Einsatz im Saarland erschossen. Jetzt hat der Prozess gegen den mutmaßlichen Täter begonnen. Es gibt Tränen und ein Geständnis.
- 11. Februar 2026
Im Englischen Garten darf jetzt gekifft werden
Mit Extra-Regelungen wollte die bayerische Staatsregierung die Teil-Legalisierung von Cannabis auf Bundesebene unterlaufen. Dafür bekam sie vor Gericht eine Abfuhr.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 11. Februar 2026
Vorwurf Polizistenmord: Prozess beginnt emotional
Im vergangenen Sommer wird ein Polizist bei einem Einsatz im Saarland erschossen. Jetzt hat der Prozess gegen den mutmaßlichen Täter begonnen. Es gibt Tränen und ein Geständnis.
- 11. Februar 2026
Im Englischen Garten darf jetzt gekifft werden
Mit Extra-Regelungen wollte die bayerische Staatsregierung die Teil-Legalisierung von Cannabis auf Bundesebene unterlaufen. Dafür bekam sie vor Gericht eine Abfuhr.

