19. Januar 2026 / Aus aller Welt

Borg Høiby soll 3,5 Kilo Marihuana transportiert haben

Kurz bevor die Gerichtsverhandlung gegen den Sohn von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit beginnen soll, legt die Staatsanwaltschaft neue Anklagepunkte vor. Dabei geht es unter anderem um Drogen.

Kurz vor Prozessbeginn: Es gibt weitere Anklagepunkte gegen Marius Borg Høiby. (Archivfoto)
Veröffentlicht am 19. Januar 2026 um 15:27 Uhr

Die Osloer Staatsanwaltschaft hat gegen Marius Borg Høiby (29) Anklage in weiteren sechs Punkten erhoben. Wie Staatsanwalt Sturla Henriksbø der Deutschen Presse-Agentur mitteilte, handelt es sich dabei unter anderem um zwei Verstöße gegen ein Kontaktverbot einer Ex-Freundin sowie einen groben Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz. Die Nachrichtenagentur NTB berichtet, der Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit habe im Jahr 2020 mindestens 3,5 Kilogramm Marihuana empfangen, transportiert und weitergegeben. Høibys Anwältin Ellen Holager Andenæs sagte zu NTB, er habe damit aber nichts verdient.

Die restlichen drei Anklagepunkte beziehen sich laut Staatsanwaltschaft auf Verkehrsdelikte. Hintergrund seien Videos, die auf Høibys Telefon gefunden worden waren. Darin filmte er sich selbst, wie er mit hoher Geschwindigkeit auf einem Motorrad fuhr. Høibys Anwältin sagte zu NTB, ihr Mandant gestehe alle neuen Anklagepunkte.

Staatsanwalt Henriksbø zufolge werden die nachträglichen Anklagepunkte nun an das Osloer Bezirksgericht übermittelt, damit sie bei der Hauptverhandlung gegen Høiby, die am 3. Februar beginnt, behandelt werden können.

Muss unter anderem wegen Vergewaltigung vor Gericht

Insgesamt ist der älteste Sohn von Mette-Marit (52) in 32 Punkten angeklagt - unter anderem wegen Vergewaltigung, Misshandlung in engen Beziehungen und Körperverletzung. Im Sommer 2024 hatte Høiby eingeräumt, unter Alkohol- und Kokain-Einfluss gegenüber seiner damaligen Freundin gewalttätig geworden zu sein und Dinge in ihrer Wohnung zerstört zu haben. Vor allem die Anschuldigungen zu den Sexualdelikten bestreite er aber entschieden, sagte einer seiner Verteidiger später.

Høiby stammt aus einer früheren Beziehung der Kronprinzessin. Zusammen mit Thronfolger Haakon (52) hat Mette-Marit zwei weitere Kinder: die Erbprinzessin Ingrid Alexandra (21) und den Prinzen Sverre Magnus (20). Høiby gehört zwar zur Königsfamilie, trägt aber keinen Prinzentitel und ist auch kein offizielles Mitglied des norwegischen Königshauses.


Bildnachweis: © Lise Aserud/NTB/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

31-Jährige tot in Wohnung gefunden – Bekannter in Haft
Aus den Stadtteilen

Nach Vermisstenmeldung findet Polizei in Stuttgart-Nord eine 31-Jährige tot in Wohnung. Ein 32-jähriger Bekannter sitzt in Haft.

weiterlesen...
Kölsche Frohsinn als Exportschlager jetzt auch in Stuttgart angekommen.
Veranstaltungen

„Kölsche Lebenslust erobert Stuttgart: 600 Narren, Mitsing-Karneval und Kölsch satt – das Mash wird zur Altstadtkneipe.“

weiterlesen...
25 Jahre Stuttgart PRIDE: Starkes Zeichen für Vielfalt beim CSD-Neujahrsempfang
Inside Kulturblog

Stuttgart PRIDE feiert 25 Jahre IG CSD e.V., stellt das Motto 2026 vor und setzt ein klares Zeichen für Zusammenhalt und Vielfalt.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Ticket-Betrug am Louvre? Ermittlungsverfahren eingeleitet
Aus aller Welt

Über Jahre hinweg sollen Menschen im weltberühmten Louvre-Museum mit falschen Tickets hantiert haben. Nun laufen Ermittlungsverfahren gegen neun Verdächtige.

weiterlesen...
Bankschließfächer in Niedersachsen aufgebrochen
Aus aller Welt

Diesmal geschah es in der Nähe von Bremen. Von den Tätern gibt es bislang keine Spur.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Ticket-Betrug am Louvre? Ermittlungsverfahren eingeleitet
Aus aller Welt

Über Jahre hinweg sollen Menschen im weltberühmten Louvre-Museum mit falschen Tickets hantiert haben. Nun laufen Ermittlungsverfahren gegen neun Verdächtige.

weiterlesen...
Bankschließfächer in Niedersachsen aufgebrochen
Aus aller Welt

Diesmal geschah es in der Nähe von Bremen. Von den Tätern gibt es bislang keine Spur.

weiterlesen...