23. Mai 2025 / Aus aller Welt

Über 100 Ruinen der Chachapoya-Kultur in Peru entdeckt

Die Stätte liegt in einem unzugänglichen Gebiet an den Hängen der Anden. Mit Lasertechnik haben Wissenschaftler nun weitere Strukturen identifiziert. Sie hoffen auf neue Erkenntnisse über das Volk.

Die Chachapoya errichteten in den Nebelwäldern urbane Zentren und rituelle Stätten.
Veröffentlicht am 23. Mai 2025 um 20:19 Uhr

Forscher haben in den Nebelwäldern an der Ostflanke der peruanischen Anden über 100 archäologische Strukturen der indigenen Chachapoya-Kultur entdeckt. Bislang waren in dem Komplex Gran Pajatén im Nationalpark Río Abiseo erst 26 Ruinen bekannt. Die neuen Funde seien ein Meilenstein für das Verständnis der Chachapoya-Kultur, teilte die Organisation World Monuments Fund (WMF) mit. 

Zu den bereits bekannten und freigelegten Ruinen gehören rituelle Stätten, die mit Mosaiken und Friesen dekoriert sind. Mit Hilfe der Lidar-Technik wurden in dem schwer zugänglichen Gebiet nun die weiteren Strukturen entdeckt. Bei dem Verfahren wird die Erdoberfläche mit Laserstrahlen gescannt und eine dreidimensionale Karte der Region erstellt. 

Teil eines zusammenhängenden Netzwerks von Siedlungen

«Diese Entdeckung erweitert unser Verständnis von Gran Pajatén grundlegend und wirft neue Fragen über die Rolle der Stätte in der Welt der Chachapoya auf», sagte der WMF-Vertreter in Peru, Juan Pablo de la Puente Brunke. «Die Beweise bestätigen nun, dass es sich nicht um einen isolierten Komplex handelt, sondern um einen Teil eines zusammenhängenden Netzwerks prähispanischer Siedlungen aus verschiedenen Epochen.» 

Die Chachapoya siedelten zwischen dem 7. und 16. Jahrhundert an den Hängen der nordöstlichen Anden in einer Höhe zwischen 2.000 und 3.000 Metern. Die «Wolkenmenschen» oder «Nebelkrieger» bauten hoch entwickelte urbane Zentren, zeremonielle Plattformen, Felsengräber und landwirtschaftliche Terrassen. Lange widersetzten sie sich den Inkas, wurden schließlich aber kurz vor der Ankunft der Spanier unterworfen.


Bildnachweis: © Heinz Plenge Pardo/World Monuments Fund/dpa
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