28. Juli 2024 / Aus aller Welt

Ausläufer von Taifun «Gaemi»: 15 Tote in Zentralchina

In den vergangenen Wochen sind in China infolge sintflutartiger Niederschläge etliche Menschen ums Leben gekommen. Die massivsten Schäden hat der Taifun «Gaemi» zuvor auf den Philippinen angerichtet.

Ein Wohnhaus wurde durch einen Erdrutsch im Dorf Yuelin in der zentralchinesischen Provinz Hunan mitgerissen.
Veröffentlicht am 28. Juli 2024 um 17:06 Uhr

Ausläufer des Taifuns «Gaemi» haben in Zentralchina eine Sturzflut ausgelöst und mindestens 15 Menschenleben gefordert. Wie das chinesische Staatsfernsehen berichtete, ist am Samstagmorgen ein einstöckiges Wohnhaus im Dorf Yuelin in der Provinz Hunan von einem durch starken Niederschlag ausgelösten Erdrutsch mitgerissen worden. Weitere sechs Personen wurden durch den Erdrutsch verletzt. 

Bei dem zerstörten Gebäude soll es sich um ein Gästehaus handeln, das an Touristen vermietet wurde. Die Rettungsarbeiten sind weiterhin im Gange, insgesamt sind 700 Personen an der Mission involviert. Ebenfalls ist am Samstag in der ostchinesischen Metropole Shanghai ein Lieferkurier von einem umfallenden Baum getötet worden, wie die Staatszeitung «The Paper» berichtet.

Über 300.000 Menschen evakuiert

Weiterhin gelten zwei Personen in der nordostchinesischen Provinz Jilin als vermisst. 27.000 Einwohner mussten im Nordosten des Landes wegen starker Niederschläge evakuiert werden, hunderte Fabriken haben laut Angaben des Staatsfernsehens ihren Betrieb temporär eingestellt. 

Im südchinesischen Fujian mussten ebenfalls knapp 300.000 Einwohner in Sicherheit gebracht werden, in der Nachbarprovinz Guangdong wurden zudem einige Zugverbindungen durch den Sturm lahmgelegt. Über Todesopfer in der Region ist bislang nichts bekannt. 

Chaos und Verwüstung

Der Taifun «Gaemi» hat in den letzten Tagen in der gesamten Region für Chaos und Verwüstung gesorgt. Auf Taiwan waren zeitweise 800.000 Haushalte vom Stromnetz abgeschnitten. Zudem starben mindestens zehn Personen im Zuge der Überschwemmungen. 

Die stärksten Schäden hatte «Gaemi» zuvor auf den Philippinen verursacht. Dort ist die Todeszahl laut Medienberichten auf mittlerweile 34 gestiegen. In der Manilabucht sank zudem im Zuge der Unwetter ein Öltanker mit 1,4 Millionen Liter Industrieheizöl, die laut Angaben der philippinischen Küstenwache teilweise ausgetreten sind. 

Bereits am Samstag wurde «Gaemi» wegen sinkender Windgeschwindigkeiten zu einem Tropensturm herabgestuft, doch in einigen Regionen Chinas besteht weiterhin ein erhöhtes Überschwemmungsrisiko. 


Bildnachweis: © Chen Zhenhai/XinHua/dpa
Copyright 2024, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Faschingsumzug bringt Ausnahmezustand in Stuttgarts Innenstadt
Veranstaltungen

Umzug, Guggenmusik und Sperrungen: Am Faschingsdienstag wird es bunt – mit großen Verkehrsänderungen in der Innenstadt.

weiterlesen...
Rheinischer Ausnahmezustand im Mash: Stuttgart feiert Kölsche Karnevalsnacht
Veranstaltungen

Die Rheingeschmeckten verwandeln Stuttgart in Köln: volles Haus, Raketenstimmung und jecke Fusion aus Karneval & Fasnet bis zum Morgengrauen.

weiterlesen...
🎉 145 Jahre Breuninger: Fashion-Highlight mit VOGUE in Stuttgart
Veranstaltungen

Breuninger feiert 145 Jahre mit „VOGUE loves Breuninger“ – Fashion Shows, Talks & Live-Acts am 28. Februar in Stuttgart. ✨

weiterlesen...

Neueste Artikel

Streamerin Rose Mondy ist «Miss Germany»
Aus aller Welt

Neun Frauen standen im Finale zur Wahl der «Miss Germany». Am Ende setzt sich eine Kandidatin durch, die eine Männerdomäne erobert hat

weiterlesen...
Erdrutsch begräbt über 100 Arbeiter in Coltan-Mine im Kongo
Aus aller Welt

Coltan aus dem Kongo steckt in Handys und Laptops weltweit. Doch der Preis für den Rohstoff ist hoch: Wieder tötet eine Schlammlawine viele Menschen.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Streamerin Rose Mondy ist «Miss Germany»
Aus aller Welt

Neun Frauen standen im Finale zur Wahl der «Miss Germany». Am Ende setzt sich eine Kandidatin durch, die eine Männerdomäne erobert hat

weiterlesen...
Erdrutsch begräbt über 100 Arbeiter in Coltan-Mine im Kongo
Aus aller Welt

Coltan aus dem Kongo steckt in Handys und Laptops weltweit. Doch der Preis für den Rohstoff ist hoch: Wieder tötet eine Schlammlawine viele Menschen.

weiterlesen...