Zwei Kletterer haben auf einem der spektakulärsten Felsen Australiens eine komplizierte Rettungsaktion ausgelöst. Aufgrund starker Winde hatten sich ihre Seile verheddert, so dass ein Abstieg von dem 65 Meter hohen «Totem Pole» im Bundesstaat Tasmanien unmöglich war, wie die Polizei mitteilte. Das Duo, das in schwindelerregender Höhe auf einem kleinen Felsvorsprung ausharrte, rief am frühen Mittwochabend (Ortszeit) Hilfe. Jedoch gestaltete sich die Bergung schwierig. Erste Versuche, sich mit einem Hubschrauber zu nähern, seien wegen der heftigen Winde fehlgeschlagen, sagte Callum Herbert von der örtlichen Polizei. Der «Totem Pole», dessen Fuß vom Meer umspült wird und sehr rutschig ist, ist aber auch von Land aus selbst bei ruhigem Wetter nur schwer zu erreichen. Die Einsatzteams versuchten als Nächstes, mit einem Polizeiboot zu Klippen nahe der imposanten Felsnadel zu gelangen. «Auch dies war wegen des erheblichen und gefährlichen Wellengangs erfolglos», berichtete Herbert. Schließlich machten sich erfahrene Mitglieder des «Climbing Club of Tasmania» zu Fuß auf und bestiegen den «Totem Pole» selbst in der Dunkelheit. Es gelang ihnen, die Kletterer an Rettungsseilen zu befestigen und damit zu Klippen auf dem Festland zu bringen. Bei Tagesanbruch wurden sie mit Seilen auf den Boden gezogen. Die beiden seien hungrig und müde sowie unterkühlt gewesen, ansonsten aber unverletzt, hieß es. Der «Totem Pole» am Cape Hauy im Osten der Tasman-Halbinsel ist einer der markantesten Felsen in Down Under und ragt linealgerade aus dem Ozean. Erstmals war der Felsen aus graubraunem Dolerit 1968 erklommen worden. Die vertikale Besteigung ist über zwei Seillängen von 25 und 40 Metern möglich. Mit seiner isolierten Lage und atemberaubenden Form lockt «The Tote» heute abenteuerlustige Kletterer aus aller Welt.Versuche mit Hubschrauber und Boot erfolglos
«The Tote»: Traum von Kletterern aus aller Welt
Bildnachweis: © Tasmania Police/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Auf Felsnadel gefangen: Kletterer von «Totem Pole» gerettet
Vom Ozean umspült lockt der «Totem Pole» in Tasmanien Gipfelstürmer aus aller Welt. Die Felsnadel ist atemberaubend, kann aber bei Wind tückisch werden. Zwei Kletterer saßen fest - ganz weit oben.
Meistgelesene Artikel
- 21. August 2026
Auto rast durch Fußgängerzone - Minister spricht von Unfall
Umgestürzte Stühle, Kinderspielzeug auf der Straße: Eine Spur der Verwüstung hat ein Autofahrer im nordhessischen Hofgeismar hinterlassen. Es gibt mehrere Verletzte. Was bislang bekannt ist.
- 7. September 2026
Sachsen-Anhalt hat gewählt: 43,8 Prozent für die AfD – und plötzlich sind alle überrascht
Kolumnist Boris Mönnich blickt auf Sachsen-Anhalts Wahl und fragt, warum 43,8 Prozent für die AfD die Politik erneut überraschen.
- 17. August 2026
25 Jahre Harry Potter: Das Metropol Stuttgart bringt die komplette Saga zurück ins Kino
Ab 28. August kehrt Harry Potter ins Metropol Stuttgart zurück: Alle acht Filme, 6 Euro pro Teil und eine Woche voller Hogwarts-Magie.
Neueste Artikel
- 15. September 2026
Zwei Anwohner des Frankfurter Flughafens an Malaria erkrankt
Erneut erkranken Menschen in Frankfurt an Malaria. Das Gesundheitsamt geht davon aus, dass dies mit einer Mücke vom Flughafen zusammen hängt. Erst vor wenigen Wochen hatte es dort Fälle gegeben.
- 15. September 2026
Sabotage legt Bahnverkehr in Teilen der Niederlande lahm
Tausende von Bahnreisenden erleben in den Niederlanden eine böse Morgenüberraschung. Etliche Züge fallen aus. Unbekannte haben Rohre über Gleise gelegt. Der Regierungschef: Das war «lebensgefährlich».
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 15. September 2026
Zwei Anwohner des Frankfurter Flughafens an Malaria erkrankt
Erneut erkranken Menschen in Frankfurt an Malaria. Das Gesundheitsamt geht davon aus, dass dies mit einer Mücke vom Flughafen zusammen hängt. Erst vor wenigen Wochen hatte es dort Fälle gegeben.
- 15. September 2026
Sabotage legt Bahnverkehr in Teilen der Niederlande lahm
Tausende von Bahnreisenden erleben in den Niederlanden eine böse Morgenüberraschung. Etliche Züge fallen aus. Unbekannte haben Rohre über Gleise gelegt. Der Regierungschef: Das war «lebensgefährlich».

