Die sterblichen Überreste des katholischen Heiligen Franz von Assisi sind erstmals nach fast acht Jahrhunderten für die breite Öffentlichkeit zu sehen. Die Ausstellung der Reliquien des Heiligen in der päpstlichen Basilika San Francesco in der mittelitalienischen Gemeinde Assisi dauert einen Monat – bis zum 22. März. Fast 400.000 Menschen aus verschiedensten Ländern haben sich nach Angaben des Franziskanerordens dafür bereits angemeldet. Die sterblichen Überreste des Heiligen ruhen seit Jahrhunderten in einem Sarkophag aus Stein. Am Samstag wurde der Sarg schon feierlich von der Krypta in die Basilika San Francesco überführt. Nun sind die Gebeine in der Unterkirche in einer Vitrine aus dickem, kugelsicherem Glas ausgestellt. Franz von Assisi (1181/82-1226) gehört zu den bekanntesten Heiligen der katholischen Kirche. Er war auch Namensgeber für den vergangenes Jahr verstorbenen Papst Franziskus. Der Sarg mit seinem Leichnam wurde nach seinem Tod an einem versteckten Ort in die Erde eingelassen. 1818 gab Papst Pius VII. den Franziskanern die Erlaubnis, das Grab freizulegen. Für den Sarkophag baute man in der Unterkirche der Basilika eigens eine neue Krypta. Die Ausstellung wird damit begründet, dass Pilgern zum 800. Todestag ein «unmittelbares, sinnliches Erlebnis» ermöglicht werden solle. In Italien, als dessen Schutzpatron Franz von Assisi gilt, gehen die Feiern danach weiter. Der 4. Oktober, sein mutmaßlicher Todestag, wurde zum Feiertag erklärt. Assisi ist schon seit geraumer Zeit eines der beliebtesten christlichen Pilgerziele der Welt. Millionen von Pilgern strömen jedes Jahr in die 27.500-Einwohner-Gemeinde in der Region Umbrien, um das Grab von Franz von Assisi und die Basilika darüber zu sehen. Diese ist mit Fresken des berühmten Malers Giotto di Bondone (gestorben 1337) geschmückt, die das Leben des Heiligen darstellen. Inzwischen zieht aber auch ein weiterer Heiliger in Assisi eine neue Generation von Pilgern an: Nur wenige Hundert Meter von der Basilika entfernt, in der Wallfahrtskirche Santa Maria Maggiore, ruht Carlo Acutis. Der Italiener starb 2006 mit 15 Jahren an Leukämie. Seit seiner Heiligsprechung durch Papst Leo XIV. im vergangenen Jahr ist Acutis als erster «Internet-Heiliger» bekannt.Assisi seit langem beliebter Pilgerort
Bildnachweis: © Gregorio Borgia/AP/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Assisi zeigt erstmals Gebeine des Heiligen Franziskus
Erstmals nach fast 800 Jahren zeigt Assisi die Reliquien des Heiligen Franz. Der Andrang ist riesig. Mehrere Hunderttausende Besucher werden in der Gemeinde in Mittelitalien erwartet.
Meistgelesene Artikel
Nina Chuba, SDP und Sommerhitze: Das müssen Besucher des Kessel Festivals 2026 auf dem Cannstatter Wasen wissen.
Elvis trifft Hämmerle: Jubiläumsshow im Friedrichsbau Varieté voller Rock’n’Roll, Comedy & Überraschungen. Zeitreise garantiert!
- 21. Juni 2026
FOREIGNER auf dem Killesberg: Das müssen Besucher wissen
Foreigner rocken am 23.6. den Killesberg. Alle Infos zu geänderten Zeiten, Anreise, Einlass und Sicherheit im Überblick.
Neueste Artikel
Jede dritte Person kämpft bei Hitze mit Müdigkeit, Schlafproblemen oder Kreislaufbeschwerden. Das ergab eine Umfrage. Nur die wenigsten gehen deswegen zum Arzt - auch wenn sie einen bräuchten.
- 13. Juli 2026
Warum Japans Prinzessin Aiko der Thron verwehrt bleibt
Japans Monarchie droht auszusterben. Nur Männer dürfen auf den Thron. Die Regierung will die Nachfolge nun durch Adoptionen sichern. Frauen wie der beliebten Prinzessin Aiko bleibt der Thron verwehrt.
Weitere Artikel derselben Kategorie
Jede dritte Person kämpft bei Hitze mit Müdigkeit, Schlafproblemen oder Kreislaufbeschwerden. Das ergab eine Umfrage. Nur die wenigsten gehen deswegen zum Arzt - auch wenn sie einen bräuchten.
- 13. Juli 2026
Warum Japans Prinzessin Aiko der Thron verwehrt bleibt
Japans Monarchie droht auszusterben. Nur Männer dürfen auf den Thron. Die Regierung will die Nachfolge nun durch Adoptionen sichern. Frauen wie der beliebten Prinzessin Aiko bleibt der Thron verwehrt.

