Das Landgericht München I hat einen Arzt wegen der Vergewaltigung betäubter Patientinnen zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Es verhängte sechseinhalb Jahre Haft gegen den Gastroenterologen wegen Vergewaltigung und sexuellen Missbrauchs. «Wir sind ohne vernünftigen Zweifel zu dem Ergebnis gekommen, dass die Anklagepunkte tatsächlich erwiesen sind», sagte der Vorsitzende Richter. Die Staatsanwaltschaft hatte acht Jahre Haft gefordert. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte sich in einer Münchner Gemeinschaftspraxis an den Frauen verging, während sie für Darmspiegelungen betäubt waren. Laut Anklage soll er einen Finger in die Vagina der jeweiligen Patientin eingeführt haben, ohne dass es dafür einen medizinischen Grund gab und ohne dass die betroffenen Frauen es bemerkten oder sich dagegen wehren konnten. Die Verteidigung des 52-Jährigen hatte Freispruch gefordert. Der Angeklagte hatte die Vorwürfe zu Prozessbeginn über seine Anwältin «vollumfänglich» bestritten und eine Verschwörung seines Praxiskollegen und der Mitarbeiterinnen gegen ihn ins Spiel gebracht.
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Arzt wegen Vergewaltigung von Patientinnen verurteilt - Haft
Es ist ein schockierender Fall: Ein Arzt soll sich über Jahre immer wieder an betäubten Patientinnen vergangen haben. Jetzt hat das Landgericht München I ein Urteil gesprochen.
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