Zur Entwicklung eines Impfstoffs gegen Vogelgrippe in ärmeren Ländern hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ein Projekt in Argentinien gestartet. Es geht um einen Impfstoff gegen das H5N1-Virus auf Basis der mRNA-Technologie, die während der Coronapandemie zur Entwicklung von Impfstoffen in Rekordzeit beigetragen hat. Der argentinische Hersteller Sinergium Biotech hat bereits einen Impfstoffkandidaten, der jetzt mit Unterstützung der WHO und der Organisation Medicines Patent Pool (MPP) weiter entwickelt werden soll. Das Unternehmen will die Wirksamkeit seines Impfstoffkandidaten in präklinischen Modellen nachweisen. Ziel von MPP ist es, Menschen in Ländern mit niedrigen und mittleren Einkommen Zugang zu hochwertigen und erschwinglichen Medikamenten zu verschaffen. WHO und MPP haben auf der Höhe der Coronapandemie vor drei Jahren ein mRNA-Transferprogramm entwickelt, um Forschungskapazitäten in Ländern mit niedrigen und mittleren Einkommen zu fördern. «Vogelgrippeviren stellen ein erhebliches Risiko für die öffentliche Gesundheit dar, weil sie unter Tieren weit verbreitet sind und das Potenzial haben, eine Pandemie auszulösen», teilte die WHO mit. Das H5N1-Virus hat sich weltweit ausgebreitet. Betroffen sind Wild- und Farmtiere, darunter neuerdings auch Kühe. Bislang waren die meisten infizierten Menschen in engem Kontakt mit Tieren. Es gibt nach bisherigen Erkenntnissen keine fortgesetzte Mensch-zu-Mensch-Übertragung. Die Sorge ist aber, dass sich das Virus in Säugetieren weiter verändert und anpasst. Pandemiegefahr durch Vogelgrippevirus
Bildnachweis: © Sven Hoppe/dpa
Copyright 2024, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Argentinische Firma entwickelt mRNA-Vogelgrippe-Impfstoff
In der Corona-Pandemie hat die mRNA-Technologie zur Entwicklung von Impfstoffen im Rekordtempo beigetragen. Jetzt soll sie bei einer neuen Bedrohung helfen.
Meistgelesene Artikel
- 16. Februar 2026
Faschingsumzug bringt Ausnahmezustand in Stuttgarts Innenstadt
Umzug, Guggenmusik und Sperrungen: Am Faschingsdienstag wird es bunt – mit großen Verkehrsänderungen in der Innenstadt.
Die Rheingeschmeckten verwandeln Stuttgart in Köln: volles Haus, Raketenstimmung und jecke Fusion aus Karneval & Fasnet bis zum Morgengrauen.
Karnevalskrise in Stuttgart: Prinzenpaar und Möbelwagen gehen getrennte Wege – und hinterlassen ein Trümmerfeld aus Glitzer und Diplomatie.
Neueste Artikel
Am 8. März wählt Baden-Württemberg einen neuen Landtag. Die Landeswahlleiterin wirbt für eine hohe Beteiligung
Mit dem Bauturbo beschleunigt Stuttgart Wohnbauprojekte. Rund 20 Anfragen werden bereits geprüft – weitere könnten folgen.
Weitere Artikel derselben Kategorie
Kandidaten versprechen Sauberkeit, Bürger melden Ratten per App – doch Paris bleibt von Millionen Nagern geplagt. Wie die Stadt im Wahlkampf um Lösungen ringt.
- 7. März 2026
Wer wird «Miss Germany»?
Neun Frauen wollen «Miss Germany» werden. Mit einem Schönheitswettbewerb soll das Ganze nichts mehr zu tun haben. Im Finale stehen Unternehmerinnen, eine Biologin und eine Bundeswehr-Offizierin.

