Weil eine Mitschülerin die gemeinsame Kasse geleert haben soll, bangt eine Jahrgangsstufe an einer Schule in Gelsenkirchen um ihre Abifeier. Die Polizei ermittelt in der Sache, wie diese auf Anfrage mitteilte. Die Schüler sammeln nun Spenden, damit die geplante Party nach dem Abitur doch noch stattfinden kann. Zuerst hatte die «WAZ» (Westdeutsche Allgemeine Zeitung) über den Fall berichtet. «Das ist eine traurige Angelegenheit», sagte der Schulleiter der Gesamtschule Erle, Andreas Lisson. Die 69 Schülerinnen und Schüler des Abijahrgangs 2026 hätten sich frühzeitig um einen Ort für ihre Abschlussfeier gekümmert und schon gebucht. Nun sei eine Anzahlung fällig geworden. Doch das Geld auf dem von den Schülern privat verwalteten Abikonto - etwa 10.000 Euro - sei nicht mehr da. «Die Schülerin, die für das Konto verantwortlich war, hat sich dann offenbart und gesagt, sie habe das Geld nicht mehr zur Verfügung», sagte Lisson. Die Party-Location habe die Buchung der Stufe daraufhin storniert. Für die Schüler sei das frustrierend und enttäuschend gewesen. Inzwischen ermittelt die Polizei wegen Untreue gegen die Schülerin. «Wir ermitteln gerade, was mit dem Geld passiert ist. Das ist noch Gegenstand der Ermittlungen», sagte eine Sprecherin. Die angehenden Abiturienten versuchen nun, mit einer Online-Spendenaktion ihre Abschlussfeier zu retten. Mehr als 10.000 Euro waren bei der Aktion auf einem Spendenportal bis Mittwochvormittag eingegangen - und damit in etwa der Betrag, der verschwunden ist. Obwohl eine Abiparty eine reine Privatveranstaltung der Jahrgangsstufe ist, will Schulleiter Lisson die Schülerinnen und Schüler mit der Situation nicht allein lassen. Es gebe schon jetzt mehrere Angebote von möglichen Locations, in denen die Abifeier nächstes Jahr stattfinden könnte, sagt er. Gleichzeitig appelliert er an die Stufe zu einem besonnenen Umgang auch mit der Mitschülerin. «Ich wünsche mir da bei allem Schaden und aller Schuld viel Sensibilität. Man kann bei sowas eine Persönlichkeit zerstören.» Dass Geld aus der Abikasse verschwindet, gab es zuletzt an verschiedenen Schulen immer wieder. Schulleiter Lisson legt künftigen Abiturjahrgängen deshalb dringend ans Herz, Konten so einzurichten, dass nur mit einem Vier-Augen-Prinzip über das Geld verfügt werden kann.Party-Location hat Buchung storniert
Abifeier wird wohl stattfinden können
Bildnachweis: © Moritz Frankenberg/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Abikasse verschwunden - Ermittlungen gegen Schülerin
Eine Jahrgangsstufe in Gelsenkirchen plant eine große Party nach dem Abi und hat dafür schon 10.000 Euro gesammelt. Doch dann ist das Geld weg. Die Polizei ermittelt.
Meistgelesene Artikel
Nina Chuba, SDP und Sommerhitze: Das müssen Besucher des Kessel Festivals 2026 auf dem Cannstatter Wasen wissen.
Elvis trifft Hämmerle: Jubiläumsshow im Friedrichsbau Varieté voller Rock’n’Roll, Comedy & Überraschungen. Zeitreise garantiert!
- 21. Juni 2026
FOREIGNER auf dem Killesberg: Das müssen Besucher wissen
Foreigner rocken am 23.6. den Killesberg. Alle Infos zu geänderten Zeiten, Anreise, Einlass und Sicherheit im Überblick.
Neueste Artikel
- 13. Juli 2026
Social-Media-Verbot? Was Experten von der Leyen raten
Ab wann ist man alt genug für TikTok, Snapchat und Co.? Experten sollten für die EU-Kommission klären, ob es ein Social-Media-Verbot braucht. Ihre Antworten sind auch für die deutsche Debatte wichtig.
- 13. Juli 2026
Weiterer Ebola-Patient in Deutschland - Zustand stabil
Wieder hat sich ein US-Mediziner im Kongo mit dem gefährlichen Ebola-Virus angesteckt, wieder geht es zur Behandlung nach Deutschland. Die behandelnde Klinik gibt nur wenige Informationen zu dem Fall.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 13. Juli 2026
Social-Media-Verbot? Was Experten von der Leyen raten
Ab wann ist man alt genug für TikTok, Snapchat und Co.? Experten sollten für die EU-Kommission klären, ob es ein Social-Media-Verbot braucht. Ihre Antworten sind auch für die deutsche Debatte wichtig.
- 13. Juli 2026
Weiterer Ebola-Patient in Deutschland - Zustand stabil
Wieder hat sich ein US-Mediziner im Kongo mit dem gefährlichen Ebola-Virus angesteckt, wieder geht es zur Behandlung nach Deutschland. Die behandelnde Klinik gibt nur wenige Informationen zu dem Fall.

