17. September 2025 / Aus aller Welt

60 Tage: Venedig weitet Eintritt aus

Seit vergangenem Jahr verlangt die Lagunenstadt von Kurzbesuchern Geld. Im nächsten Jahr soll an noch mehr Tagen gezahlt werden. Wie viel, ist noch nicht bekannt.

2026 muss in Venedig an 60 Tagen Eintritt gezahlt werden. (Archivbild)

Venedig wird auch nächstes Jahr Eintritt kosten – sogar häufiger als bisher. Die Lagunenstadt im Norden Italiens will 2026 an insgesamt 60 Tagen zwischen Anfang April und Ende Juli Tagesbesucher zur Kasse bitten, wie die Stadtverwaltung mitteilte. Damit geht die umstrittene Regelung bereits in die dritte Saison. 

In diesem Jahr wurden zu bestimmten Terminen zwischen fünf und zehn Euro fällig, wenn man sich tagsüber für ein paar Stunden in den Gassen rund um Markusplatz und Rialtobrücke aufhalten wollte. Was der Eintritt künftig kosten soll, lässt die Stadt bislang noch offen. Vermutet wird, dass es teurer wird.

Kritiker halten wenig von Gebühr

Auftakt für die nächste Runde ist am 3. April 2026, letzter Zahltermin der 26. Juli. In diesem Jahr registrierten sich mehr als 720.000 Tagesbesucher, was der Stadt etwa 5,4 Millionen Euro in die Kassen brachte. Allerdings mogelten sich viele um den contributo di accesso – so heißt die Gebühr auf Italienisch – herum. Offiziell ist die Regelung immer noch in einer Testphase.

Die Gebühr soll helfen, den Massentourismus in der Stadt mit den vielen Kanälen und Palästen besser zu steuern. Im ersten Jahr wurde sie an 29 Tagen fällig, dann an 54. Nächstes Jahr werden es also 60 Tage sein. Kritiker wenden ein, dass der Eintritt kaum jemanden davon abhält, nach Venedig zu kommen. Die Stadt ist teuer: Am Markusplatz kostet eine Tasse Cappuccino bis zu 17 Euro. 

Im historischen Zentrum von Venedig leben heute noch annähernd 50.000 Menschen – weniger als die Stadt Hotelbetten hat. Hotelgäste, die sich für längere Zeit in der Lagunenstadt aufhalten, sind von der Tagesgebühr ausgenommen. Sie müssen allerdings Übernachtungssteuer zahlen.


Bildnachweis: © Christoph Sator/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Böhse Onkelz: Provokation, Wandel und ein fester Platz im deutschen Rock
Musik Szene Stuttgart

Polarisierend, laut und gereift: Die Böhsen Onkelz zwischen umstrittener Vergangenheit, musikalischem Erfolg und ungebrochener Fanliebe.

weiterlesen...
🎶 MadChick of Soul: X-Mas Soulnight ließ die Wagenhalle beben
Musik Szene Stuttgart

Fette Beats, volle Tanzfläche und Surprise-Gast Rolf Stahlhofen – die Wagenhalle Stuttgart wurde zur Soul-Party des Jahres. 🔥

weiterlesen...
Ein Abend voller Genuss: Johann Lafer begeistert bei exklusivem Koch-Event in der MOTORWORLD
Region - Online

Ein exklusiver Abend mit Starkoch Johann Lafer: Live-Cooking, Geschichten und ein 4-Gänge-Menü in einzigartiger MOTORWORLD-Atmosphäre.

weiterlesen...

Neueste Artikel

DLRG: «Hundertfach lebensbedrohliche Situationen» im Wasser
Aus aller Welt

Weniger Badetote 2024, aber die Gefahr bleibt - Retter berichten von dramatischen Einsätzen, bei denen Sekunden über Leben und Tod entscheiden. Für das kommende Jahr wagt die DLRG eine Prognose.

weiterlesen...
Sohn von Rob und Michele Reiner wegen Mordes angeklagt
Aus aller Welt

Der gewaltsame Tod des «Harry und Sally»-Regisseurs Rob Reiner und seiner Frau Michele schockt nicht nur die Filmwelt. Der Sohn des Paares wird wegen zweifachen Mordes angeklagt.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

DLRG: «Hundertfach lebensbedrohliche Situationen» im Wasser
Aus aller Welt

Weniger Badetote 2024, aber die Gefahr bleibt - Retter berichten von dramatischen Einsätzen, bei denen Sekunden über Leben und Tod entscheiden. Für das kommende Jahr wagt die DLRG eine Prognose.

weiterlesen...
Sohn von Rob und Michele Reiner wegen Mordes angeklagt
Aus aller Welt

Der gewaltsame Tod des «Harry und Sally»-Regisseurs Rob Reiner und seiner Frau Michele schockt nicht nur die Filmwelt. Der Sohn des Paares wird wegen zweifachen Mordes angeklagt.

weiterlesen...