9. Januar 2026 / Aus aller Welt

380.000 Haushalte in Frankreich nach Sturm ohne Strom

Sturm «Goretti» fegt über Frankreich und Großbritannien – viele Haushalte sind ohne Strom, Züge stehen still, Schulen bleiben zu. Wie gehen die Menschen in den betroffenen Gebieten damit um?

Mit Sturm «Goretti» sind riesige Welle über die Küste von Nordwestfrankreich hereingebrochen.
Veröffentlicht am 9. Januar 2026 um 12:39 Uhr

In Frankreich sind rund 380.000 Haushalte ohne Strom, nachdem Sturm «Goretti» in der Nacht mit Geschwindigkeiten von örtlich bis zu 200 Kilometern pro Stunde über den Nordwesten des Landes gezogen ist. Trotz vieler umgestürzter Bäume und Behinderungen wurden nach vorläufiger Bilanz des Innenministeriums lediglich sechs Menschen leicht verletzt, wie Medien berichteten. In der Bretagne brachen in der Nacht 10 bis 13 Meter hohe Wellen über einige Küstenabschnitte herein.

In Nordfrankreich sollten am Freitag bis auf wenige Ausnahmen keine Züge fahren. In der Normandie und der Bretagne sollte der Bahnverkehr am Nachmittag wieder anlaufen. Behinderungen gab es auch im Großraum Paris sowie im Elsass und in Lothringen.

In den Departements Manche und Seine-Maritime bleiben die Schulen geschlossen. Die Behörden hatten eindringlich vor den Gefahren des Sturms gewarnt und die Menschen aufgerufen, sich möglichst in ihren Wohnungen aufzuhalten. Inzwischen ist der Sturm wieder abgeflaut.

Teile Großbritanniens kämpfen mit «Goretti»

Auch in Großbritannien beherrscht «Goretti» den Alltag vieler Menschen. Mehr als 55.000 Haushalte müssen nach Angaben des Stromnetzbetreibers National Grid am Vormittag ohne Strom auskommen, die meisten davon im Südwesten und in den westlichen Midlands. Vielerorts bleiben die Schulen zu, Straßen sind durch umgestürzte Bäume und beschädigte Stromleitungen gesperrt, Züge stehen still. Im stark betroffenen Cornwall in England wurden die Bewohner gebeten, auf nicht notwendige Reisen zu verzichten.

Der Nachrichtenagentur PA zufolge wurden am Londoner Flughafen Heathrow mindestens 69 Starts und Landungen gestrichen, die meisten davon Kurzstreckenflüge der Fluggesellschaft British Airways. Etwa 9.000 Fluggäste dürften demnach betroffen sein. Auch Flüge nach Deutschland wurden gestrichen, wie auf der Webseite des Flughafens zu sehen ist.


Bildnachweis: © Fred Tanneau/AFP/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Kessel Festival 2026: Alle Infos für Besucher zu Anreise, Hitze, Einlass und Programm
Veranstaltungen

Nina Chuba, SDP und Sommerhitze: Das müssen Besucher des Kessel Festivals 2026 auf dem Cannstatter Wasen wissen.

weiterlesen...
ROCKIN’ THE CLOCK im Friedrichsbau: Elvis, Hämmerle & 10 Jahre Bühnenwahnsinn
Veranstaltungen

Elvis trifft Hämmerle: Jubiläumsshow im Friedrichsbau Varieté voller Rock’n’Roll, Comedy & Überraschungen. Zeitreise garantiert!

weiterlesen...
FOREIGNER auf dem Killesberg: Das müssen Besucher wissen
Veranstaltungen

Foreigner rocken am 23.6. den Killesberg. Alle Infos zu geänderten Zeiten, Anreise, Einlass und Sicherheit im Überblick.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Social-Media-Verbot? Was Experten von der Leyen raten
Aus aller Welt

Ab wann ist man alt genug für TikTok, Snapchat und Co.? Experten sollten für die EU-Kommission klären, ob es ein Social-Media-Verbot braucht. Ihre Antworten sind auch für die deutsche Debatte wichtig.

weiterlesen...
Weiterer Ebola-Patient in Deutschland - Zustand stabil
Aus aller Welt

Wieder hat sich ein US-Mediziner im Kongo mit dem gefährlichen Ebola-Virus angesteckt, wieder geht es zur Behandlung nach Deutschland. Die behandelnde Klinik gibt nur wenige Informationen zu dem Fall.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Social-Media-Verbot? Was Experten von der Leyen raten
Aus aller Welt

Ab wann ist man alt genug für TikTok, Snapchat und Co.? Experten sollten für die EU-Kommission klären, ob es ein Social-Media-Verbot braucht. Ihre Antworten sind auch für die deutsche Debatte wichtig.

weiterlesen...
Weiterer Ebola-Patient in Deutschland - Zustand stabil
Aus aller Welt

Wieder hat sich ein US-Mediziner im Kongo mit dem gefährlichen Ebola-Virus angesteckt, wieder geht es zur Behandlung nach Deutschland. Die behandelnde Klinik gibt nur wenige Informationen zu dem Fall.

weiterlesen...