Mit dem Fund eines 1.400 Jahren alten Grabs der zapotekischen Hochkultur in Mexiko ist einem archäologischen Team ein spektakulärer Erfolg gelungen. «Es handelt sich um die bedeutendste archäologische Entdeckung des letzten Jahrzehnts in Mexiko», sagte Staatspräsidentin Claudia Sheinbaum. Das gut erhaltene Grab mit Wandmalereien, Friesen und Kalender-Inschriften war in San Pablo Huitzo im südlichen Bundesstaat Oaxaca gefunden worden. Wie das Nationale Institut für Anthropologie und Geschichte mitteilte, schmückt eine Eule, die für die Zapoteken die Nacht und den Tod symbolisiert, den Eingang zum Vorraum. Ihr Schnabel bedeckt das aus bemaltem Stuck gefertigte Gesicht eines Zapoteken, dem die Anlage vermutlich gewidmet war. Figuren aus Stein und Wandmalereien repräsentieren Macht und Tod. An den Wänden der Grabkammer ist eine in ockerfarbenen, weißen, grünen, roten und blauen Tönen bemalte Prozession von Menschen zu sehen. Kulturministerin Claudia Curiel sprach von einer «außergewöhnlichen Entdeckung», da das Grab gut erhalten sei und viele Informationen über die Kultur der Zapoteken offenbare. Es biete Einblicke in «ihre soziale Organisation, ihre Bestattungsrituale und ihre Weltanschauung, die in der Architektur und in Wandmalereien erhalten geblieben sind». Die Zapoteken-Hochkultur erlebte ihren Höhepunkt zwischen den Jahren 300 und 900 im Süden Mexikos. Ihre Hauptstadt Monte Albán hatte in der Blütezeit etwa 35.000 Einwohner. 1987 wurde Monte Albán in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.Fund liefert Forschern viele Informationen
Bildnachweis: © Luis Gerardo Peña Torres/Instituto Nacional de Antropologia e Historia (INAH)/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
1.400 Jahre alt: Spektakuläre Grab-Entdeckung in Mexiko
Eine Eule bewacht den Eingang zum Grab: «Die bedeutendste archäologische Entdeckung des letzten Jahrzehnts in Mexiko» gibt Einblicke in Bestattungsrituale und Weltanschauung der Zapoteken.
Meistgelesene Artikel
- 30. Januar 2026
31-Jährige tot in Wohnung gefunden – Bekannter in Haft
Nach Vermisstenmeldung findet Polizei in Stuttgart-Nord eine 31-Jährige tot in Wohnung. Ein 32-jähriger Bekannter sitzt in Haft.
„Kölsche Lebenslust erobert Stuttgart: 600 Narren, Mitsing-Karneval und Kölsch satt – das Mash wird zur Altstadtkneipe.“
Stuttgart PRIDE feiert 25 Jahre IG CSD e.V., stellt das Motto 2026 vor und setzt ein klares Zeichen für Zusammenhalt und Vielfalt.
Neueste Artikel
- 10. Februar 2026
Studie: Klimawandel könnte Weideflächen bis 2100 halbieren
Rund ein Drittel der Landoberfläche ist Weideland - etwa für Rinder, Schafe oder Ziegen. Doch mit dem Klimawandel könnte sich das bis zum Jahr 2100 drastisch ändern. Besonders betroffen wäre Afrika.
- 10. Februar 2026
Dobrindt und Prien stellen Studie zu Gewalt vor
Die Bundesregierung veröffentlicht eine Studie, die Gewalt in verschiedenen Lebensbereichen beleuchtet – und dabei nicht nur Frauen in den Fokus rückt.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 10. Februar 2026
Studie: Klimawandel könnte Weideflächen bis 2100 halbieren
Rund ein Drittel der Landoberfläche ist Weideland - etwa für Rinder, Schafe oder Ziegen. Doch mit dem Klimawandel könnte sich das bis zum Jahr 2100 drastisch ändern. Besonders betroffen wäre Afrika.
- 10. Februar 2026
Dobrindt und Prien stellen Studie zu Gewalt vor
Die Bundesregierung veröffentlicht eine Studie, die Gewalt in verschiedenen Lebensbereichen beleuchtet – und dabei nicht nur Frauen in den Fokus rückt.

