14. September 2026 / Aus aller Welt

14-Jähriger angeschossen - 20-Jähriger mit Stichverletzungen

Spätabends schießen Maskierte in Hamburg auf einen 14-Jährigen. Die Polizei findet einen zweiten Verletzten, aber keinen Tatverdächtigen. Ist ein Streit eskaliert?

Laut Polizei gibt es Hinweise, dass der Tat Streitigkeiten vorausgegangen sind.
Veröffentlicht am 14. September 2026 um 15:26 Uhr

Zwei maskierte Männer haben in einem Hamburger Kulturverein auf einen 14-Jährigen geschossen und ihn am Oberschenkel verletzt. Ein 20-Jähriger erlitt mehrere Stichverletzungen, wie die Polizei weiter mitteilte. Nach der Tat am späten Sonntagabend im Stadtteil Ottensen flüchteten die Täter. 

Ein Rettungswagen brachte den 14-Jährigen ins Krankenhaus. Den 20-Jährigen trafen Polizisten den Angaben zufolge bei einer sofortigen Fahndung in der Nähe des Tatorts an. Er soll sich zur Tatzeit in dem türkischen Kulturverein aufgehalten haben. Der Mann wurde ebenfalls in eine Klinik gebracht. Mehrere Anrufer hätten der Polizei Schüsse gemeldet, hieß es. Die Fahndung nach den Tätern blieb ohne Ergebnis.

Die Polizei bat Zeugen um Hinweise. Den Ermittlern liegen Hinweise vor, dass vorausgegangene Streitigkeiten Ursache der Vorfälle sein könnten, so die Polizei.

Gewerkschaft fordert mehr Prävention

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) forderte den Hamburger Senat zu einer Präventionsinitiative auf. Junge Menschen sollten über die Methoden krimineller Anwerbung und die tatsächlichen Folgen von Gewaltkriminalität aufgeklärt werden. «Wir wissen noch nicht, was hinter der Verletzung des 14-Jährigen steckt. Deshalb verbieten sich Spekulationen», erklärte der GdP-Landesvorsitzende Lars Osburg.

Er fügte hinzu: «Der Fall zeigt aber, wie nah Schusswaffengewalt jungen Menschen gekommen ist.» Hamburg dürfe nicht warten, bis aus der Faszination für Waffen, Macht und schnelles Geld eine kriminelle Karriere werde.


Bildnachweis: © Bodo Marks/dpa
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